Dramatische Jänner-Nacht

So schön! Den zwei Polizei-Rettern zutiefst dankbar

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Es ist der Abend des 2. Jänner 2026. In einer Wohnung eines Mehrparteienhauses in der Servitengasse nimmt das neue Jahr plötzlich eine dramatische Wendung. Gegen 22:45 Uhr bricht der 59-jährige Michael unerwartet zusammen. Herz-Kreislauf-Stillstand.

Für seine Ehefrau beginnt ein Albtraum. Geistesgegenwärtig setzt die 56-Jährige den Notruf ab und schildert die lebensbedrohliche Situation. Während für die Familie die Zeit stillzustehen scheint, wird im Hintergrund eine Kette von Rettungsmaßnahmen in Gang gesetzt.

Polizei alarmiert

Über das Wiener First-Responder-System werden auch speziell geschulte Polizeikräfte alarmiert. Nur wenige Minuten später treffen Beamte des Stadtpolizeikommandos Josefstadt an der Einsatzadresse ein. Ohne zu zögern stürmen sie in die Wohnung und beginnen sofort mit der Reanimation des regungslosen Mannes.

Die Sekunden verstreichen. Jeder Handgriff muss sitzen. Die Polizistinnen und Polizisten kämpfen um das Leben eines Menschen, den sie nicht kennen – und dessen Zukunft in diesem Moment am seidenen Faden hängt. Schließlich kommt auch ein automatisierter externer Defibrillator (AED) zum Einsatz. Das Gerät analysiert den Herzrhythmus und gibt einen lebensrettenden Schock ab.

Erst Defi, dann Rettung

Kurz darauf übernimmt die Berufsrettung die weitere notfallmedizinische Versorgung. Michael wird in den Schockraum eines Krankenhauses gebracht. Dank des schnellen und professionellen Zusammenspiels aller Beteiligten gelingt, was bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand keineswegs selbstverständlich ist: Sein Leben wird gerettet.

Vollständig genesen

Monate später ist von der dramatischen Nacht äußerlich kaum noch etwas zu erkennen. Michael hat sich vollständig erholt. Doch eines lässt ihn nicht los: der Wunsch, jenen Menschen persönlich zu begegnen, die ihm eine zweite Chance geschenkt haben.

Deshalb nimmt er Kontakt mit der Wiener Polizei auf.

Das Wiedersehen

Am 21. Juni kommt es schließlich in der Polizeiinspektion Boltzmanngasse zu einem besonderen und bewegenden Wiedersehen. Dort trifft Michael auf jene Beamtinnen und Beamten, die in jener Winternacht um sein Leben gekämpft hatten. Unter ihnen sind auch die Polizisten Soltan und Lena sowie drei weitere Kollegen.

Tiefe Dankbarkeit

Gemeinsam blicken sie auf die Ereignisse zurück. Was für die Einsatzkräfte Teil ihres Berufsalltags ist, bedeutet für Michael weit mehr: Ohne ihr rasches Handeln wäre er heute möglicherweise nicht mehr am Leben. Dankbarkeit, Erleichterung und Freude prägen die Begegnung. Für einen Moment rückt der oft herausfordernde Polizeialltag in den Hintergrund – und macht Platz für einen jener seltenen Augenblicke, die allen Beteiligten lange in Erinnerung bleiben werden.

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