Die Post hat ein Stück Musikgeschichte zum Verschicken herausgebracht: Georg Danzer bekommt seine eigene Briefmarke.
Manche Künstler hinterlassen mehr als nur Lieder. Sie hinterlassen Geschichten, Erinnerungen und Melodien, die Generationen begleiten. Georg Danzer gehört zweifellos zu diesen Persönlichkeiten. Auch 19 Jahre nach seinem Tod sind seine Texte, seine Haltung und seine unverwechselbare Stimme Teil des kulturellen Gedächtnisses Österreichs.
Er wäre 80 Jahre alt
2026 wäre der Liedermacher 80 Jahre alt geworden. Die Österreichische Post nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, einem der bedeutendsten Vertreter des Austropop ein besonderes Denkmal zu setzen: Mit einer Sonderbriefmarke der neuen Serie „Austropop“ wird Georg Danzer gewürdigt – und damit ein Künstler, dessen Werk bis heute nichts von seiner Strahlkraft verloren hat.
Mit Gitarre in der Hand
Die von David Gruber gestaltete Briefmarke zeigt Danzer in einem jener Momente, die ihn zeitlebens auszeichneten: mit der Gitarre in der Hand, ganz in seinem Element. Durch eine hochwertige Hochprägung erhält das Motiv zusätzliche Tiefe und Ausdruckskraft. Auf den ersten Blick ist es nur eine Briefmarke. Auf den zweiten erzählt sie ein Stück österreichischer Musikgeschichte.
Das war Schurl Danzer
Geboren 1946 in Wien, veröffentlichte Georg Danzer bereits 1968 seine erste Single. Der große Durchbruch gelang ihm jedoch 1975 mit dem Kult-Hit „Jö schau“. Es folgten Jahrzehnte voller musikalischer Kreativität. Danzer verstand es wie kaum ein anderer, Humor und Gesellschaftskritik miteinander zu verbinden. Ob mit augenzwinkernden Liedern wie „Hupf in Gatsch“ oder nachdenklichen Werken wie „Lass mi amoi no d’Sunn aufgeh’ segn“ – seine Texte trafen den Nerv der Zeit und berührten Menschen weit über die Grenzen Österreichs hinaus.
Ein großes Vermächtnis
Doch Danzer war weit mehr als Musiker. Er war Poet, Komponist, Buchautor und Übersetzer. Millionen Fans erinnern sich auch an seine Auftritte mit Wolfgang Ambros und Rainhard Fendrich im Erfolgsprojekt „Austria 3“, das ab 1997 die größten Namen des Austropop auf einer Bühne vereinte. Gleichzeitig engagierte sich Danzer stets für soziale Anliegen – ein Vermächtnis, das bis heute weiterlebt.
150.000 Stück
Die Sonderbriefmarke erscheint mit einem Nennwert von 3,10 Euro und einer Auflage von 150.000 Stück. Für Sammler und Musikliebhaber gleichermaßen bietet sie die Gelegenheit, ein kleines Stück Danzer-Geschichte in Händen zu halten.

