Gemeindebau: 800 Strafen durch „Ordnungsberater“

(C) Joham
(C) Joham

Jede vierte Wohnung in Wien ist eine Gemeindewohnung. Darin leben gut 500.000 Wienerinnen und Wiener. Und dort wo so viele Menschen zusammenkommen, menschelt es bekanntlich. Seit 2009 sind speziell geschulte „Ordnungsberater“ in den Gemeindebauten für ein gutes Zusammenleben unterwegs.

Kontrollen

„Den sozialen Zusammenhalt im Gemeindebau macht aus, dass man aufeinander schaut und gegenseitig Rücksicht nimmt. Zu diesem Miteinander gehört, dass alle Bewohnerinnen und Bewohner bestimmte Spielregeln einhalten,“ erklärt Vizebürgermeisterin und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál. Etwa die richtige Müllentsorgung oder das Sauberhalten der allgemeinen Bereiche. Rund 38.000 Kontrollen führten die Berater 2022 durch. Oftmals reicht ein aufklärendes Gespräch, um das Miteinander zu verbessern. Wenn dieses nicht reichen sollte, können die Ordnungsberater Vergehen direkt ahnden. Und das tun sie auch: Heuer kam es bisher zu 800 Strafen, die (ca. 40.000 Euro insgesamt) und über 200 Anzeigen wegen Verletzung des Wiener Reinhaltegesetzes. Zu den Aufgaben der Ordnungsberater gehört auch das Melden von Sachbeschädigungen und anderen Gebrechen.

„Wichtige Stützen, dass dieser respektvolle Umgang von allen gelebt wird, sind die Wiener Wohnen Ordnungsberaterinnen und -berater. Sie sind ein wichtiger Baustein für das einzigartige Zusammenleben, das den Wiener Gemeindebau weit über die Grenzen der Stadt berühmt macht,“ bedankt sich Gaál.