Wenn Menschen an Haie denken, tauchen oft Bilder von bedrohlichen Filmszenen und scharfen Zähnen auf. Im Haus des Meeres aber wird aber aufgeklärt.
Denn die Realität sieht ganz anders aus: Begegnungen zwischen Menschen und Haien sind – gemessen an den Millionen Menschen, die jedes Jahr die Meere nutzen – äußerst selten. Gleichzeitig gehören Haie zu den am stärksten bedrohten Tiergruppen der Welt.
Hai-Zähne angreifen
Anlässlich des internationalen Shark Awareness Day lädt das Haus des Meeres am 14. Juli dazu ein, den besonderen Meeresbewohnern ganz nah zu kommen. Besucher können echte Hai-Zähne, Hai-Haut und Hai-Eier aus nächster Nähe betrachten und sogar angreifen. Dabei präsentieren Biologen spannende Fakten, etwa zur rauen Haut, die sich beinahe wie Schleifpapier anfühlt.

80 Millionen tote Haie pro Jahr
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Weltweit wurden 2025 lediglich 65 unprovozierte Haiangriffe registriert, davon verliefen neun tödlich. Dem gegenüber stehen schätzungsweise 80 bis 100 Millionen Haie, die jedes Jahr durch Fischerei, Beifang und den Handel mit Haiprodukten sterben.

Inzwischen gilt rund ein Drittel aller Hai-, Rochen- und Chimären-Arten als vom Aussterben bedroht. Dabei sind Haie für gesunde Ozeane unverzichtbar. Als Spitzenräuber halten sie marine Ökosysteme im Gleichgewicht und tragen so zum Erhalt unzähliger weiterer Arten bei.
Wissen vermitteln
„Unser Ziel ist es, Wissen zu vermitteln, Vorurteile abzubauen und auf die dramatische Situation vieler Haiarten aufmerksam zu machen. Denn wer Haie näher kennenlernt, merkt schnell, dass sie nicht gefürchtet, sondern respektiert und geschützt werden sollen!“, so Zoo-Direktor Jeff Schreiner.
Mehr Infos: Haus des Meeres

