Nix Hyper-Hyper: Stadt beendet Scooter-Chaos

(C) Pixabay
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Seit Jahren sind sie vielen ein Dorn im Auge: Die E-Scooter verschiedener Sharing-Anbieter. Falsch abgestellte Roller verstellen den Gehsteig und sind nicht nur ein Ärgernis, sondern wahre Stolperfallen. Mit einer kompletten Neuregelung möchte die Stadt Wien nun das Scooter-Chaos beenden.

Weniger E-Scooter

Um das Überangebot an E-Scootern vor allen in den innerstädtischen Bezirken zu beenden, soll künftig für diese Bezirke eine Höchstzahl an E-Rollern erlaubt sein. So wird etwa die Zahl der bisherigen Scooter in der Inneren Stadt von 2.500 auf 500 Scooter insgesamt heruntergeschraubt. Für die Bezirke 2 bis 9 und die Brigittenau sind statt künftig 2.500 Scooter nur mehr 1.500 erlaubt.„Wir beenden das Scooter-Chaos und schieben herumliegenden Rollern einen Riegel vor! Unsere Analysen zeigen uns, wo es den größten Ärger gibt. Hier schreiten wir ein und sorgen dafür, dass Stolperfallen bald der Vergangenheit angehören und Gehsteige künftig frei bleiben!“, betont Mobilitätsstadträtin Ulli Sima. 

Abstellverbot

(C) PID/Christian Fürthner: Mobilitätsstadträtin Ulli Sima und NEOS-Mobilitätssprecherin Angelika Pipal-Leixner

Weiters dürfen Scooter nicht mehr am Gehsteig abgestellt werden. Fixe Abstellflächen werden im ganzen Stadtgebiet ausgebaut. Ein Abstellen innerhalb von 100 Metern um die Stationen wird technisch unmöglich gemacht. „Leider sind sie aber auch oft ein Ärgernis für Fußgängerinnen und Füßgänger, v.a. für mobilitätseingeschränkte Menschen oder gar eine Gefahr für sehbehinderte Personen. Daher unterstütze ich auch die Klarstellung sehr, dass die Scooter im ‚Free Floating‘ abseits von Abstellstationen in der Parkspur abgestellt gehören. So reduzieren sie am Gehsteig die Durchgangsbreite nicht“, betont NEOS-Mobilitätssprecherin Angelika Pipal-Leixner. Ein Digitales Dashboard ermöglicht die Kontrolle jedes einzelnen Scooters zu jeder Zeit per GPS „vom Schreibtisch aus“ – auch rückwirkend! – und macht damit ein konsequentes Strafen für illegal abgestellte Roller möglich.

Fahrverbote

Das digitale Dashboard soll auch Sperrzonen ermöglichen, in denen Scooter nicht gefahren oder abgestellt werden dürfen. Etwa rund um Krankenhausanstalten, innerhalb der Anlagen von Gemeindebauten oder anderen Hotspots, bei denen es verstärkt zu Missständen kommt. Fußgängerzonen und Begegnungszonen sind ebenfalls im Dashboard festgelegt und markiert. In diesen markierten Bereichen kommt es zu einer automatischen Einfahr-Sperre bzw. Temporeduktion. Das digitale Dashboard kommuniziert per elektronischer Daten-Schnittstelle mit jedem einzelnen Scooter: Beim Einfahren in solche Zonen wird das Tempo automatisch gedrosselt, bzw. werden im Falle von Sperrzonen mit komplettem Fahrverbot die Scooter technisch „ausgebremst“.

Die Maßnahmen im Überblick

  • Kein Parken am Gehsteig! Ein Abstellen auf Gehsteigen ist künftig nicht mehr gestattet.
  • Digitale 24-h-Kontrolle: Ein Digitales Dashboard ermöglicht die Kontrolle jedes einzelnen Scooters zu jeder Zeit per GPS „vom Schreibtisch aus“ – auch rückwirkend! – und macht damit ein konsequentes Strafen für illegal abgestellte Roller möglich.
  • Verstärkte Vor-Ort-Kontrollen: Betreiber müssen mit eigenen „Ordnerdiensten“ für sachgemäß abgestellte Roller sorgen – sonst drohen Strafen. Auch die sogenannten „Park-Sheriffs“ kontrollieren künftig die Einhaltung der Regeln vor Ort.
  • Sperrzonen: Bestimmte Hotspots, an denen sich Beschwerden häufen, werden für Scooter gesperrt – ein Einfahren in Sperrzonen ist nicht mehr möglich, die Scooter werden technisch „ausgebremst“.
  • Mehr fixe Abstellflächen: Scooter-Stationen werden im ganzen Stadtgebiet ausgebaut – besonders an problematischen „Hotspots“. Ein Abstellen innerhalb von 100 Metern um die Stationen wird technisch unmöglich gemacht.