Wien erlebt derzeit eine neue Dimension des E-Scooter-Wahnsinns: Gleich zwei Lenker lieferten sich binnen kurzer Zeit spektakuläre Fluchten vor der Polizei – mit dramatischen Folgen.
In der Heiligenstädter Straße fiel Polizisten ein 16-Jähriger auf, der mit seinem E-Scooter verbotenerweise über den Gehsteig donnerte. Die Beamten wollten ihn anhalten – doch der Jugendliche gab Gas.
16-Jähriger kracht in 48-Jährige
Bei seiner Flucht krachte der Teenager in eine 48-jährige Frau, die gerade aus einem Hauseingang auf den Gehsteig trat. Die Frau stürzte und wurde verletzt. Doch anstatt anzuhalten, raste der 16-Jährige weiter.
Seine Flucht endete erst im Gleisbereich: Dort kam er selbst zu Sturz und zog sich schwere Verletzungen zu. Beide Verletzten mussten notfallmedizinisch versorgt und ins Spital gebracht werden.
Besonders brisant: Der sichergestellte Scooter war laut Polizei gar nicht für den Straßenverkehr zugelassen. Das Gefährt leistete 700 Watt und konnte bis zu 70 km/h schnell werden. Der Jugendliche wurde wegen des Verdachts der absichtlich schweren Körperverletzung angezeigt.
Scooter-Raser rammt Polizeiauto
Nur wenige Stunden später die nächste wilde Flucht: Auf der Simmeringer Hauptstraße wollten Polizisten einen 26-Jährigen stoppen, der mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit auf dem Radweg unterwegs war.
Doch auch er dachte offenbar nicht daran, anzuhalten. Stattdessen beschleunigte er seinen E-Scooter auf mehr als 60 km/h, wechselte mehrfach die Richtung und setzte seine Flucht fort.
In der Anton-Mayer-Gasse wurde es schließlich brandgefährlich: Der Mann wendete plötzlich und fuhr direkt auf den nachfolgenden Streifenwagen zu. Als die Beamten den Funkwagen anhielten und aussteigen wollten, verlor der 26-Jährige die Kontrolle.
Crash mit dem Polizeiauto!
Der Scooter krachte in den Funkwagen, der Lenker wurde zu Boden geschleudert und schwer verletzt. Auch er musste von der Berufsrettung versorgt und ins Spital gebracht werden. Der Scooter wurde sichergestellt. Auch dieses Fahrzeug war wegen Motorleistung und Bauartgeschwindigkeit nicht für den Straßenverkehr zugelassen.
Zwei Fälle, ein Muster: illegale Hochleistungs-Scooter, massive Geschwindigkeiten und Fluchtversuche vor der Polizei. In beiden Fällen endete der vermeintliche Geschwindigkeitsrausch mit schweren Verletzungen – einmal für eine unbeteiligte Passantin, einmal für den Raser selbst.

