In eineinhalb Wochen geht die Schule wieder los – und damit steigt auch die Aufmerksamkeit für sichere Schulwege. 2025 wurden 80 Schulweg-Unfälle registriert, 92 Kinder verletzt. Fast jedes zweite Unfallopfer war zu Fuß unterwegs.
Die aktuellen Zahlen des VCÖ auf Basis von Statistik-Austria-Daten zeigen: Die Zahl der Schulweg-Unfälle ist gegenüber 2024 leicht gestiegen – von 79 auf 80. Sechs Kinder wurden schwer, 86 leicht verletzt. Erfreulich: Zum sechsten Mal in Folge gab es keinen tödlichen Schulweg-Unfall in der Stadt.
Hälfte zu Fuß unterwegs
Besonders auffällig ist der Blick auf die Verkehrsmittel: 41 Kinder wurden beim Zu-Fuß-Gehen verletzt, sechs davon schwer. Dahinter folgen Straßenbahn (13), Spiel- und Sportgeräte (9), E-Scooter (8), Pkw (6), Bus (5) und Fahrrad (4).
Tempo runter, Sicherheit rauf
Der VCÖ fordert mehr Verkehrsberuhigung, sichere und übersichtliche Straßenübergänge sowie ein autofreies Umfeld rund um Schulen. „Tempo 30 statt 50 halbiert den Anhalteweg“, betont Expertin Klara Maria Schenk.
Auch der sogenannte „unsichtbare Schutzweg“ ist ein Thema: Möchte ein Kind erkennbar eine Straße überqueren, muss das Überqueren auch ohne Schutzweg ermöglicht werden. Der Club appelliert daher an Autofahrende, rund um Schulen besonders aufmerksam, langsam und bremsbereit unterwegs zu sein.
Schulweg jetzt üben
Gerade für Taferlklassler und Kinder, die in eine neue Schule wechseln, lohnt es sich, den Schulweg noch in den Ferien gemeinsam zu trainieren. Empfohlen wird eine Route mit möglichst wenigen Autos und Straßenquerungen.
Und wer gefährliche Stellen entdeckt – etwa durch parkende Autos versperrte Sicht – sollte diese dem Bezirk und der Schule melden. Der VCÖ fordert zudem, das Halte- und Parkverbot vor Schutzwegen von derzeit fünf auf zehn Meter auszuweiten.
Denn der sicherste Schulweg ist nicht der, auf dem das Auto direkt vor dem Schultor steht – sondern jener, auf dem Kinder sicher selbstständig unterwegs sein können.

