AÏDA schreibt Geschichte

Die erste Kaffeehauskette der Welt kommt aus Wien

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Wenn heute von Kaffeehausketten die Rede ist, denken viele an internationale Marken und Coffee-to-go. Tatsächlich liegen die Wurzeln dieses Konzepts aber in Wien.

Bereits 1913 gründete Josef Prousek mit AÏDA jene Café-Konditorei, aus der sich laut Unternehmensangaben die erste Kaffeehauskette der Welt entwickelte.

Eine Idee ihrer Zeit voraus

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Wien bereits für seine Kaffeehauskultur und seine Konditoreien bekannt. Josef Prousek ging jedoch einen Schritt weiter: Er eröffnete mehrere Standorte unter derselben Marke, mit einheitlichen Rezepturen, gleichbleibender Qualität und einem gemeinsamen Erscheinungsbild. Ein Konzept, das Jahrzehnte später weltweit zum Erfolgsmodell werden sollte.

Heute führt Dominik Prousek die Familiengeschichte in vierter Generation weiter. „Mein Urgroßvater hat eine Idee geschaffen, die die Gastronomie später weltweit prägen sollte“, sagt er.

Vom Zuckerbäcker zum Unternehmer

Josef Prousek wurde 1883 in Nordböhmen geboren und kam als junger Mann nach Wien. Dort absolvierte er eine Lehre als Zuckerbäcker und übernahm schließlich eine Konditorei – obwohl er kaum Eigenkapital besaß. Gemeinsam mit seiner Frau Rosa baute er das Unternehmen Schritt für Schritt aus.

Auch die markante Unternehmensfarbe hat ihren Ursprung in der Familiengeschichte: Das bis heute unverwechselbare Rosa erinnert an Mitgründerin Rosa Prousek und ist längst Teil des Wiener Stadtbildes geworden.

Pionierarbeit beim Kaffee

Nicht nur beim Filialkonzept schrieb AÏDA Geschichte. Bereits in den 1920er-Jahren wurde in den Wiener Filialen Kaffee serviert. Ein weiterer Meilenstein folgte 1946: Felix Prousek nahm in der Filiale auf der Wollzeile die erste Espressomaschine Österreichs in Betrieb. Die charakteristische „Kaffeeinsel“ in der Mitte des Lokals erinnert noch heute an diesen Schritt.

Handwerk aus Wien

Bis heute setzt das Familienunternehmen auf die eigene Produktion in Wien. Seit den 1970er-Jahren entstehen Torten, Cremen und Mehlspeisen in Floridsdorf nach traditionellen Rezepturen. Nach Möglichkeit stammen die verwendeten Zutaten aus Österreich.

Das Unternehmen sieht darin einen wesentlichen Unterschied zu vielen internationalen Coffee-Shop-Konzepten: Statt industrieller Fertigung stehen Konditorhandwerk und regionale Qualität im Mittelpunkt.

Von Wien hinaus in die Welt

Mittlerweile ist AÏDA an mehr als 40 Standorten vertreten – neben Österreich unter anderem in Berlin, München und Jeddah. Besonders im Reiseverkehr setzt das Unternehmen auf Kooperationen mit internationalen Partnern.

Für seine Konzepte erhielt AÏDA zuletzt mehrere internationale Auszeichnungen. So wurde der Standort am Flughafen München bei den FAB Awards 2025 als bestes To-go-Konzept ausgezeichnet. Zudem erhielt das Unternehmen bei den Pepsi European QSR Franchise Awards den Titel „Coffee Brand of the Year“.

Wiener Kaffeehauskultur mit Zukunft

Mehr als 110 Jahre nach der Gründung verbindet AÏDA Tradition und moderne Gastronomie. Während viele internationale Coffee-Shop-Ketten auf Standardisierung setzen, will das Wiener Familienunternehmen mit Handwerk, regionaler Produktion und der klassischen Kaffeehauskultur punkten.

„Unsere Aufgabe ist es nicht, Tradition ins Museum zu stellen, sondern sie verantwortungsvoll und zeitgemäß in die Zukunft zu tragen“, sagt Dominik Prousek.

AÏDA in früheren Zeiten

AÏDA international

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