Wien glüht – und die Wienerinnen und Wiener wissen ganz genau, wo sie die Rettung vor den extremen Temperaturen finden. Am vergangenen Wochenende pilgerte die Bevölkerung massiv in die städtischen Bäder, um sich vor der Hitzewelle zu schützen. Unglaubliche 163.000 Menschen wurden an den Kassen gezählt. Damit setzt sich ein steiler Trend fort: Das Jahr 2026 steuert direkt auf einen neuen Baderekord zu.
Der Sprung ins kühle Nass war am Wochenende für zehntausende Wiener die wichtigste Maßnahme gegen die drückende Sommerhitze. Insgesamt verzeichnen die städtischen Bäder in dieser Saison bereits knapp 850.000 Menschen. Das ist ein sattes Plus von 15 Prozent oder umgerechnet 110.200 Gästen mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Für Wiens Klima- und Bäderstadtrat Jürgen Czernohorszky kommt dieser Ansturm nicht überraschend: „Die Stadt Wien bietet zahlreiche Hitzeschutzangebote im öffentlichen Raum an. Dazu zählen 1.800 kostenfreie Trinkbrunnen, mehr als 1.000 schattige Parks und Grünräume und vor allem die Wiener Bäder, die mit ihrer sozialen Tarifgestaltung punkten.“ Dank gezielter Ermäßigungen für sozial Bedürftige, vulnerable Gruppen, Studierende, Kinder und deren Begleitpersonen seien die Bäder für viele Menschen die allererste Adresse an heißen Tagen. „Deshalb arbeiten wir weiterhin konsequent am Erhalt unserer Bäder“, verspricht der Stadtrat.
„Fast-Lane“ im Gänsehäufel und Abend-Schwimmen an der Alten Donau
Um den riesigen Gästeansturm im Badesommer 2026 noch besser zu bewältigen, hat sich die Stadt einiges einfallen lassen. Wer eine Dauerkarte besitzt, darf sich im legendären Gänsehäufel über eine echte Erleichterung freuen: Dort startete vor kurzem ein neues Schnell-Zutritt-System – die sogenannte „Fast-Lane“ –, mit der man die Warteschlangen an den Kassen einfach umgehen kann.
Gleichzeitig läuft im Strandbad Alte Donau ein spannender Testbetrieb für alle Berufstätigen und Abend-Genießer: Die Wiener Bäder erproben dort derzeit verlängerte Öffnungszeiten bis 20:30 Uhr.
Letzte Chance für kleine Wasserratten
Neben dem reinen Freizeitvergnügen gibt es auch für den Schwimm-Nachwuchs gute Nachrichten. Wer noch schwimmen lernen oder seine Technik im Wasser verbessern möchte, sollte schnell sein: Bei den beliebten Sommerschwimmkursen der Stadt Wien in den Hallenbädern sind aktuell noch einige Restplätze für Kinder frei.
Das Fazit des Wochenendes: Wien trotzt der Hitze mit einer perfekt durchorganisierten Bäder-Infrastruktur. Wer die Abkühlung sucht, findet sie – im Zweifel jetzt sogar noch schneller über die Fast-Lane oder bis spät in den lauen Sommerabend hinein.

