Wenn Fäden tanzen

Franz Josef Baur macht Kunst & Mode lebendig

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Von der Redaktion empfohlen

Ein außergewöhnliches Kunst- und Fashion-Projekt zeigt den menschlichen Körper als etwas Fließendes und Veränderbares.

Mit „Liquid Presence“ schaffen Künstler Franz Josef Baur, Makeover Hamburg und Fotograf Jakob Kotzmuth gemeinsam mit Tänzerin Rebecca Horner eine faszinierende Verbindung aus Mode, Performance und Fotografie.

Fadenkunst statt fester Formen

Wie sieht ein Körper aus, wenn seine Konturen verschwimmen? Dieser Frage widmet sich das kollaborative Kunst- und Fashion-Experiment „Liquid Presence“. Im Mittelpunkt stehen eigens entwickelte Fadenkleider von Künstler Franz Josef Baur. Sie bestehen aus einer Vielzahl einzelner Textilfäden und reagieren auf jede Bewegung ihrer Trägerin.

Die Kleider umschließen den Körper nicht im klassischen Sinn. Stattdessen schwingen die Fäden mit, lösen sich voneinander und erzeugen ständig neue Formen. So entsteht eine Silhouette, die niemals statisch wirkt, sondern sich fortlaufend verändert.

Bewegung als Teil des Kunstwerks

Zum Leben erweckt werden die außergewöhnlichen Kreationen von Tänzerin Rebecca Horner. Ihre Bewegungen machen sichtbar, was die Künstler hinter „Liquid Presence“ erforschen: die Auflösung fester Grenzen zwischen Körper, Kleidung und Raum.

„Mit FJ zu arbeiten ist für mich eine Auszeit vom hektischen Alltag und Streicheleinheiten für die Seele“, beschreibt Horner die Zusammenarbeit.

Für Künstler Franz Josef Baur steht dabei vor allem die Freiheit der Veränderung im Mittelpunkt. „Die schönsten Dinge entstehen, wenn Menschen den Mut haben, sich zu bewegen und ihrem eigenen Impuls zu folgen“, sagt er.

Wandel als Botschaft

Mit „Liquid Presence“ möchten die Beteiligten auch einen gesellschaftlichen Gedanken transportieren. In einer Zeit permanenter Veränderungen sei es wichtig, Wandel nicht als Verlust, sondern als Möglichkeit zu begreifen.

„Mit ‚Liquid Presence‘ wollte ich zeigen, dass wir nicht immer eine feste Form haben müssen. In einer Zeit, in der vieles im Wandel ist, dürfen wir uns verändern, bewegen und neu entdecken. Die Fäden reagieren auf jede Bewegung und machen sichtbar, dass nichts wirklich starr ist. Rebecca verkörpert diesen Gedanken auf eine ganz natürliche Weise. Sie trägt die Arbeit nicht nur, sie macht sie lebendig“, erklärt Baur.

Der flüchtige Moment vor der Auflösung

Festgehalten werden diese vergänglichen Augenblicke vom Fotografen Jakob Kotzmuth. Seine Bilder dokumentieren nicht nur die Kunstwerke, sondern auch deren ständige Verwandlung.

„Liquid Presence zeigt den Körper nicht als feste Form, sondern als etwas ständig Veränderndes, das hier durch Textil, Farbe und Performance immer wieder neu entsteht. Die Fadenarbeiten von Franz Josef Baur werden zu beweglichen Skulpturen und werden im Moment eingefangen, bevor sie sich wieder auflösen und verändern“, so Kotzmuth.

Das Ergebnis ist eine eindrucksvolle Symbiose aus Kunst, Mode, Tanz und Fotografie – und eine Einladung, den Menschen nicht als starre Form, sondern als lebendigen Prozess zu betrachten.

Hier ein kleiner Einblick:

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