Mehr Raum fürs Lernen

Neue VHS eröffnet in der Attemsgasse

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Die Volkshochschule Donaustadt hat ein neues Zuhause: Mit Anfang Juni übersiedelte die VHS von der Bernoullistraße in die Attemsgasse 38. Im neuen Stadtquartier „Rote Emma“ stehen nun deutlich größere und modernere Räumlichkeiten zur Verfügung. Am 8. Juni wurde der neue Standort feierlich eröffnet.

Die Donaustadt wächst – und mit ihr der Bedarf an Bildungsangeboten. Genau darauf reagiert die Wiener Volkshochschule mit ihrem neuen Standort. Nach der Schließung des bisherigen Hauses in der Bernoullistraße Ende Mai starten die Kurse nun in der Attemsgasse. Die neue VHS bietet auf mehr als 1.600 Quadratmetern viel Platz für Lernen, Austausch und kulturelle Aktivitäten.

Zehn Kursräume und ein soziokulturelles Zentrum

Die neue VHS erstreckt sich über mehrere Gebäudeteile. Herzstück sind zehn Kursräume, ein Vortragssaal sowie die Bereiche Kundinnen- und Kundenservice und Verwaltung. Zusätzlich gibt es einen Bewegungsraum, ein Musikzimmer und ein „Atelier“, das als offenes soziokulturelles Zentrum genutzt wird.

Dort sollen künftig nicht nur Kurse stattfinden. Das Atelier versteht sich als Treffpunkt für kulturellen Austausch, kreative Projekte und interkulturellen Dialog. Ob Kunst, Musik oder gemeinsames Kochen – die Räume stehen allen Interessierten offen.

Barrierearm und klimatisiert

Besonderes Augenmerk wurde auf die barrierearme Gestaltung gelegt. Bodenleitlinien führen vom Eingang bis zum Servicebereich, Raumbeschriftungen sind in Braille- und Pyramidenschrift ausgeführt. Sämtliche Bereiche sind stufenfrei erreichbar.

Auch der Komfort kommt nicht zu kurz: Alle Räume sind klimatisiert und verfügen über direkten Zugang ins Freie. Bei der Einrichtung wurde zudem auf Nachhaltigkeit geachtet. In Kooperation mit dem Wiener „JoyJoy Studio“ entstanden Kreativmöbel aus Materialien des ehemaligen Standorts in der Bernoullistraße.

Hunderte Kurse im ersten Jahr

Das Bildungsangebot kann sich sehen lassen: Bereits im Sommer werden 144 Kurse und Veranstaltungen angeboten. Im Herbstsemester folgen insgesamt 709 Kurse und Veranstaltungen. Damit bleibt die VHS Donaustadt eine der wichtigsten Bildungseinrichtungen des Bezirks.

„Wir gehen dorthin, wo die Stadt wächst.“

…betonte VHS-Geschäftsführer Herbert Schweiger bei der Eröffnung. Die neue Infrastruktur ermögliche es, Bildung, Kultur und Gemeinschaft noch enger miteinander zu verbinden.

Kunst zieht in die VHS ein

Mit dem Umzug wird auch die kulturelle Rolle der VHS gestärkt. Spezielle Farbkonzepte im Gebäude sollen Ausstellungen und künstlerische Projekte besonders zur Geltung bringen.

Den Auftakt macht die Ausstellung „Mental Load und unsichtbare Arbeit“, die in Kooperation mit der kleinen galerie und der Universität für angewandte Kunst Wien entstand. Die Schau versammelt 34 internationale künstlerische Positionen und beschäftigt sich mit jener oft unsichtbaren Organisations- und Sorgearbeit, die besonders häufig von Frauen und marginalisierten Gruppen geleistet wird.

Die Ausstellung ist bis September 2026 in der VHS Donaustadt zu sehen und soll einen Raum für Diskussion, Reflexion und gesellschaftlichen Austausch schaffen.

Bildung mitten im wachsenden Bezirk

Mit dem neuen Standort stärkt die VHS ihre Präsenz in einem der dynamischsten Bezirke Wiens. Neben der Seestadt ist die Attemsgasse nun ein weiterer wichtiger Bildungsstandort im 22. Bezirk.

Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy sieht darin einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung der Donaustadt:

„Die VHS in der Attemsgasse ist ein wichtiger Baustein, um Bildung, Integration und Zusammenhalt im Grätzl nachhaltig zu stärken.“

Mit modernen Räumen, einem breiten Kursangebot und einem klaren Fokus auf Kultur und Begegnung startet die VHS Donaustadt damit in eine neue Ära.

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