Schluss mit dem Warte-Frust

Wien startet neue Online-Plattform für OP-Termine

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WIEN. Monatelanges Warten auf ein neues Knie oder eine Hüfte, unzählige Telefonate mit verschiedenen Spitälern und am Ende doch kein konkreter Termin in Sicht – für viele Patientinnen und Patienten in Wien gehörte dieser nervenaufreibende Hürdenlauf bisher zum Alltag. Doch damit soll jetzt Schluss sein. Mit einem völlig neuen Online-Service wollen der Wiener Gesundheitsverbund und die Vinzenz-Gruppe das Anmeldesystem für planbare Operationen radikal vereinfachen und die quälend langen Wartezeiten spürbar verkürzen.

Wie wien.ORF.at am Dienstag berichtete, ist dafür ab sofort eine gemeinsame Online-Plattform im Testbetrieb: Unter https://op-termin.wien/ können Betroffene ihren Weg zur Operation nun digital einleiten.

Der digitale Weg zum OP-Termin

Das Prinzip hinter dem neuen Portal ist denkbar einfach, erfordert aber eine klare medizinische Abfolge. So funktioniert der neue digitale Pfad:

  1. Die Voraussetzung: Patientinnen und Patienten benötigen vorab eine gültige fachärztliche Überweisung für den Eingriff.
  2. Der Daten-Upload: Auf der Plattform werden die medizinischen Befunde und alle relevanten Patientendaten hochgeladen.
  3. Der Ambulanz-Termin: Nach der Dateneingabe schlägt das System Termine für eine persönliche Untersuchung in einer der am Testbetrieb teilnehmenden Kliniken vor.
  4. Die OP-Fixierung: Erst nach dieser gründlichen medizinischen Begutachtung vor Ort im Spital wird der endgültige, konkrete Operationstermin vereinbart.

Wer zuerst kommt, wird zuerst operiert – außer bei Sonderwünschen

Das neue System setzt auf ein cleveres Zuweisungsprinzip: Wer sich über das Portal registriert, wird automatisch dem Spital zugeteilt, das den frühestmöglichen Termin für den Eingriff frei hat. Das soll für eine gleichmäßige Auslastung der Wiener Spitäler sorgen. Wer allerdings unbedingt in einer ganz bestimmten Wunsch-Klinik operiert werden möchte, muss sich auf Geduldprobe einstellen – in diesem Fall muss laut den Betreibern weiterhin mit längeren Wartefristen gerechnet werden.

Keine Sorge gibt es für all jene, die keinen Internetzugang haben oder den digitalen Weg scheuen: Die Anmeldung ist keineswegs verpflichtend online durchzuführen. Die gewohnte telefonische Anmeldung bleibt weiterhin uneingeschränkt über die Gesundheits-Hotline 1450 möglich.

Die Testphase läuft – Erweiterung bereits im Visier

In der aktuell gestarteten ersten Testphase ist das Angebot noch auf Patientinnen und Patienten beschränkt, die ein künstliches Knie- oder Hüftgelenk benötigen. Verläuft der Test erfolgreich, soll die gemeinsame Anmeldeplattform zügig ausgeweitet werden. Ziel ist es, in weiterer Folge auch andere chirurgische Eingriffe, die traditionell mit besonders langen Wartezeiten verbunden sind, über das neue Online-Portal abzuwickeln. Für Wiens Patientinnen und Patienten könnte der Weg schmerzfreier Mobilität damit künftig nur noch wenige Klicks entfernt sein.

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