Zwischen Konzerten, guter Stimmung und tausenden Besucherinnen und Besuchern gibt es am Donauinselfest auch Platz für persönliche Gespräche. Unter dem Motto „Erzähl mir was, ich hör dir zu“ steht die Festivalseelsorge von 3. bis 5. Juli wieder allen Menschen kostenlos zur Verfügung – unabhängig von Religion oder Weltanschauung.
35 speziell geschulte Seelsorgerinnen und Seelsorger sind während des gesamten Festivals unterwegs oder im Zelt nahe der Electronic Music Bühne (Nr. 10 auf dem Inselplan) anzutreffen. Erkennbar sind sie an grünen Warnwesten mit der Aufschrift „Festivalseelsorge“ sowie magentafarbenen Kappen mit dem Schriftzug „Für Dich Da“.
Für Sorgen, Krisen und schöne Momente
Das Team hört zu, begleitet Menschen in belastenden Situationen und unterstützt dabei, persönliche Herausforderungen besser zu bewältigen. Bei Bedarf vermitteln die Seelsorgerinnen und Seelsorger auch an passende Beratungsstellen oder Einsatzorganisationen vor Ort.
Die Festivalseelsorge setzt sich aus erfahrenen Seelsorgerinnen und Seelsorgern, Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeitern sowie Psychologinnen und Psychologen der katholischen und evangelischen Kirche zusammen. Das Projekt wird von der Erzdiözese Wien gemeinsam mit der Festivalseelsorge Österreich und der Initiative „Denk Dich Neu“ getragen.
„Auf dem Donauinselfest feiern wir das Leben. Doch nicht immer läuft es rund: Stress, Konflikte und Probleme können sehr belastend sein. Wir sind für alle da, die ein offenes Ohr brauchen, ihre Freude mit uns teilen oder ihr Herz ausschütten möchten.“
…sagt Koordinatorin Edina Kiss.
Immer mehr Menschen suchen das Gespräch
Dass das Angebot angenommen wird, zeigen die Zahlen aus dem Vorjahr: Rund 1.600 Gespräche wurden geführt – doppelt so viele wie im Jahr davor und damit ein neuer Rekord. Besonders häufig sprachen Besucherinnen und Besucher über Lebenskrisen, Einsamkeit und persönliche Sorgen. Auch Beziehungsprobleme, Mobbing, psychische Erkrankungen oder Sinnfragen waren Thema. Rund 60 Prozent der Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner waren jünger als 35 Jahre.
Fester Bestandteil des Awareness-Konzepts
Seit 2023 ist die Festivalseelsorge Teil des Awareness-Teams am Donauinselfest. Gemeinsam mit Einsatzorganisationen, Behörden und Veranstaltern trägt sie dazu bei, dass sich Besucherinnen und Besucher sicher und gut aufgehoben fühlen.
„Mitten im Trubel des Donauinselfests schafft das Team einen Raum, in dem zugehört wird, ohne zu werten. Das ergänzt unser Sicherheits- und Hilfsangebot um eine Dimension, die kein anderer Einsatzbereich abdecken kann.“
…betont Donauinselfest-Veranstalter Jörg Neumayer.




