Wenn die Temperaturen im Sommer steigen, wird Abkühlung für viele Menschen zu einem Luxusgut. Besonders betroffen sind Menschen mit geringem Einkommen, die oft in kleineren Wohnungen leben, sich keine Klimaanlage leisten können oder diese aufgrund von Mietbestimmungen nicht installieren dürfen. Mit der “Coolen Zone” im Sozialmarkt Böckhgasse des Samariterbundes in Wien-Meidling entsteht nun ein Ort der Entlastung und Begegnung – offen für alle Menschen, unabhängig von Einkommen, Alter oder Herkunft.
Klimatisierter Bereich – ohne Konsumzwang
Seit Juni bietet der Samariterbund-Sozialmarkt in Wien Meidling nicht nur Menschen mit geringem Einkommen den günstigen Einkauf von Lebensmitteln und Produkten des täglichen Bedarfs, sondern in der Zeit von 9:00 bis 14:00 Uhr einen klimatisierten Aufenthaltsbereich kostenlos und ohne Konsumzwang für alle Wiener, um der Sommerhitze zu entfliehen.
„Hitze trifft nicht alle Menschen gleichermaßen. Wer über geringe finanzielle Mittel verfügt, hat oft weniger Möglichkeiten, sich zuhause ausreichend vor hohen Temperaturen zu schützen. Die „Coole Zone“ bietet deshalb einen niederschwelligen Rückzugsort, an dem jede und jeder willkommen ist“, erklärt Oliver Löhlein, Geschäftsführer des Samariterbundes Wien. Sie steht ausdrücklich der gesamten Bevölkerung offen und versteht sich nicht nur als klimatisch angenehmer Aufenthaltsort, sondern auch als Raum für Begegnung, Austausch und soziale Teilhabe.
34 Coole Zonen in ganz Wien
Sie ist Teil eines innovativen Projekts der Stadt Wien, das an insgesamt 34 Standorten in der Bundeshauptstadt für Abkühlung sorgt. Unter diesem Link ist die gesamte Liste der “Coolen Zonen einsehbar: https://www.wien.gv.at/umwelt/coole-zonen
Der Erfolg zeigt sich bereits an den ersten Hitzetagen, an denen nun doppelt so viele Menschen den Sozialmarkt besuchen als zuvor. Gleichzeitig bleiben frische Waren wie Obst und Gemüse länger haltbar und in besserer Qualität verfügbar. Mit dem Angebot wird auf eine gesellschaftliche Herausforderung reagiert, die durch den Klimawandel zunehmend an Bedeutung gewinnt.

