Die Umfrage von Marktagent.com lässt keinen Zweifel offen: für die meisten sind die großen Ferien mit neun Wochen zu lang.
Die Diskussion gibt es jedes Jahr – und die Politiker greifen das “heiße Eisen” nicht gerne an – wie gewohnt, muss man leider sagen. Dabei ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie des Digital Research Instituts Marketagent unter 1.000 Österreichern völlig klar.
Zu lang, zu mühsam
Demnach hält jeder Zweite die Sommerferien für zu lang: 49 % sind dagegen. Nur 43 % finden sie hingegen genau richtig. Jene, die die aktuelle Dauer kritisch sehen, würden sie im Schnitt auf 6,6 Wochen verkürzen. Österreichweit liegt die ideale Länge bei 7,6 Wochen.
Schwierig zu organisieren
4 von 5 Befragten sind der Ansicht, dass die langen Sommerferien für viele Familien großen organisatorischen Druck verursachen (84 %). 9 von 10 meinen, dass diese Zeit für berufstätige Eltern schwer organisierbar ist.
Mütter tragen Hauptlast
Eigentlich müssten viele Politiker, die immer davon reden, die Frauen zu fördern, gegen zu lange Sommerferien sein. Denn laut der Umfrage glauben 46 %, dass vor allem Mütter die Verantwortung für Organisation und Betreuung tragen. 33 % sehen beide Elternteile gleichermaßen in der Pflicht.
454 Euro pro Kind
72 % der Eltern mit Kindern in Kindergarten, Volks- oder Mittelschule berichten von einer zusätzlichen finanziellen Belastung durch Sommerferien und Ferienbetreuung. Eltern, die für organisierte Sommerbetreuung bezahlen (46 %), geben im Schnitt 454 Euro pro Kind aus.
Großeltern als Sicherheit
Ohne Oma und Opa würde es bei vielen nicht gehen: 42 % lösen die Betreuung in den Ferien mithilfe von Großeltern oder Verwandten – anders würde es für sie nicht gehen. Die großen Wünsche der Befragten: mehr leistbare Ferienbetreuung (40 %), mehr kostenlose Sommerprogramme (39 %).
Das Fazit der Umfrage
“Die Sommerferien werden nach wie vor als wichtige Erholungsphase für Kinder gesehen und genießen einen hohen Traditionswert. Gleichzeitig erleben viele Familien die lange Ferienzeit als finanziell und organisatorisch belastend”, so Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.

